Besucherstimmen

Besucherstimmen

Auszüge aus dem Besucherbuch der Ausstellung, 2000-2006

Die folgenden Zitate aus dem Besucherbuch der Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta“ stellen lediglich eine Auswahl aus der Vielzahl der Einträge dar. Auch wenn der Verfasser/die Verfasserin eines Beitrags die Eintragung mit seinem/ihren Namen vornahm, werden aus Gründen der Anonymität alle Eintragungen ohne Namensnennung hier vorgestellt.

Dieses Gebäude hat uns eine Einsicht gegeben, was die Menschen hier haben erleben müssen. Wir verlassen es mit großer Angst und sind dankbar, dass nicht erlebt zu haben und hoffen auch, so etwas nie erleben zu müssen. Dieses Gebäude sollte unbedingt erhalten bleiben, damit andere, wie auch wir, einen Eindruck von dieser Unmenschlichkeit erleben können. 19.8.2000

Vielen Dank, dass Sie dieses für uns und die Nachwachsenden aufbauen und erhalten. 3.9.2000

Als ehemaliger Häftling der DDR ... kann ich nur sagen: Aufbewahren und erhalten für alle Zeit! Pflichtbesuch für Schüler und Studenten! 2000

Dieser Ort muss erhalten bleiben! Wie sollten wir denn sonst vor unseren Kindern glaubwürdig sein? Alles nur schön? Schlimmes verdrängen, am liebsten sich nicht auseinandersetzen? Die ist ein Ort, an dem alle und gerade unsere Kinder ohne viele Worte lernen, was es bedeutet, Menschenrechte zu verletzen. 24.9.2000

Kenne selbst einen Fall, wo jemand bei „Nacht und Nebel“ abgeholt wurde und niemals wieder gesehen wurde (Sommer 45). Schrecklich! 15.10.2000

Ich war heute hier! Und ich finde es entsetzlich, wenn ich lese und sehe wie die Häftlinge hier lebten. Im Keller ist mir das kalte Grausen gekommen. Ich werde mir sicher noch lange Gedanken darüber machen, was früher alles passiert ist. Als 17-Jährige kenne ich es zwar „nur“ vom Hören aber es ist grausam genug! 17.5.2001

Hier angefangen mit 16 Jahren, zu 25 Jahre in Bautzen – 1948-1954 – Erinnerungen werden wach. 3.6.2001

Hier wurde mein Vater umgebracht - 1947. 11.od.19.8.2001

My hope ist that all state terrors on our entire planet will come to an end one day, as Stalinism did. 1.9.2001

Ich finde voltern doof! – Lukas 7.10.2001 (Kinderschrift)

Ich bin ein Gast aus Petersburg, der neun Jahre in Petschora (Komi) in einem Lager gearbeitet hat. Die 10 Jahre habe ich bekommen, als ich in Gefangenschaft in Deutschland war. Die Ausstellung gefiel mir sehr. Ich bedanke mich, daß so etwas gemacht wurde. 2001

Der „Gulag“ vor der Haustür – Warum haben wir ihn so lange übersehen? 2001

Seht euch die Zellen genau an. Hier starb die Jugend.
Melanie aus Magdeburg.

Eine erschütternde Dokumentation. Komplimente für das Engagement der Personen, die die Ausstellung konzipiert und durchgeführt haben. 2.2.2002

Il est très inéressant de visiter cette prison. Merci de nous permettre de découvrir da réalité du régime stalinien et cette atmosphère glauque… [übersetzt aus dem Französischen: Es ist sehr interessant, dieses Gefängnis zu besichtigen. Danke, dass Sie uns ermöglichen die Realität des stalinistischen Regimes und diese düstere Atmosphäre zu entdecken…] 9.6.2002

I wish this never would have happened! 11.6.2002

Es war sehr schlimm für deutsche und russische Gefangene und erschüttert uns noch heute. 6.7.2002

Das Gefängnis muss unbedingt erhalten werden. 7.7.2002 (Kinderschrift)

Ein Haus wie dieses zu erhalten ist wichtig – für jeden, dem Menschenwürde etwas bedeutet! 5.10.2002

Danke dafür, dass es Menschen gibt, die für Erinnerung sorgen und ihre Zeit einsetzen. 13.10.2002

Danke, dass ich nochmals meine Zellen im Keller sehen konnte. Es war eine schmerzliche Erinnerung, die ich aber nicht missen möchte. 11.5.2003

Einen großen Dank an all die ehrenamtliche Arbeit, die hinter dieser Ausstellung steckt! Es ist sehr schade, dass wir die Kellerräume nicht besichtigen konnten. … 21.6.2003

Möge dieser Ort auch dazu beitragen, dass sich Derartiges nie wieder ereignet. Auch soll der dazu dienen der Verherrlichung totalitärer Systeme entgegenzuwirken. 2.8.2003

Dieses Museum ist eines der wichtigsten Potsdams. Friedrich, Schinkel, Schlüter & Co sind unterhaltsam, aber dieses Museum ist LEHRREICH. Es muss unbedingt erhalten bleiben… 10.8.2003

…Bitte lassen Sie nicht zu, dass diese körperlich und seelisch erlebbare Erfahrung des Zusammentreffens mit dem wahren Gesicht des Kommunismus unzugänglich bleibt. 10.8.2003

Alle Kraft und Hilfe für die ehrenamtlichen Helfer und Organisatoren dieser Gedenkstätte! 26.10.2003

Ich bin froh, dass ich in Freiheit geboren und aufgewachsen bin! Ewiges Andenken den Opfern, die im Kampf um unsere Freiheit fielen !!! (übersetzt aus dem Russischen) 31.7.2004

Die Beklemmung verlässt einen nicht in diesem Gebäude. Meine Anerkennung gilt denen, die dies für die Nachwelt zugänglich machen 1.5.2004

Eine beeindruckende Ausstellung, die jeder sehen müsste. 22.5.2004

Vielen Dank für die engagierte Arbeit, die Licht ins Dunkle bringt! Beängstigend / beeindruckend 22.5.2004

Dommage que les hommes soient capables de telles barbaries. Qui est l’homme exactement? [übersetzt aus dem Französischen: Schade, dass die Menschen zu solchen Barbereien fähig sind. Wer ist der Mensch genau?] 8.8.2004

Ich verlasse dieses Haus voller Freude darüber, dass es Menschen gibt, die dafür sorgen, dass die Erinnerung lebendig bleibt. Noch größer aber ist die Bedrückung angesichts der Haftschicksale, von denen Räume, Wände, Pritschen erzählen. Wir sind es den ehemaligen Häftlingen schuldig, diesen Ort zu bewahren, und wir brauchen die Erinnerung für uns. Möge die Stadt, möge das Land Brandenburg sich dieses Ortes annehmen. Und mögen wache Bürgerinnen und Bürger darüber reden und dafür streiten! Mit Dank für das große Engagement und für die Informationen sowie mit allen guten Wünschen 11.8.2004

Im Januar/Februar 1946 wurde ich verhaftet, saß für drei Monate hier in einer Zelle im Keller. Ich habe alle Schrecken des KGB am eigenen Leibe erfahren: nächtliche Verhöre, Prügelstrafen … Ich war 18 Jahre alt. (übersetzt aus dem Russischen) 29.8.2004

Ich bin traurig wenn ich hier bin. Ich bin froh dass ich nicht hier war.
Lisa 9 Jahre alt.
Ich bin auch froh, dass ich nicht hier her musste. Lucas 11 Jahre alt. 4.9.2004

Wer nicht gedenkt und nicht erinnert, läuft Gefahr Demokratie und Freiheit zu verlieren, eine neue Diktatur zu erleben! 25.9.2004

Danke, dass Sie dieses Museum erhalten haben. Wie man bei uns sagt: nicht für die Toten, sondern für die Lebenden. Ewiges Andenken an die Opfer dieser schrecklichen, apokalyptischen Zeit. (übersetzt aus dem Russischen) 3.10.2004

Das alles ist schrecklich aber wahr. Dank an das Museumspersonal für seinen Enthusiasmus!! (übersetzt aus dem Russischen) ohne Datum

…Die Ausstellung sollte unbedingt erhalten bleiben, da nachfolgende Generationen sich sonst kein Bild von diesen unmenschlichen Bedingungen machen können. 30.10.2004

Danke an alle, die diese Dokumente den Menschen zeigen. 7.8.2005

Eine sehr gelungene Ausstellung. Aber auch ein sehr bedrückender Ort. 30.8.2005

Die Ausstellung vermittelt, wie viel Leid, Verzweiflung, Elend sich hier zugetragen haben. Nachempfinden kann man das Ausmaß nicht. 11.9.2005

Diese Ausstellung muss unbedingt weitergeführt werden, wider das Vergessen. 25.9.2005

Eine Ausstellung, die nie enden darf. Ich werde alles versuchen,, dass meine Kinder, die in England aufgewachsen sind, mit deutscher Abstammung, in dieses Haus kommen werden und das neue Wissen ebenfalls weiter über Grenzen bringen werden. 15.10.2005

…Als Betreiber einer „vorläufigen Gedenkstätte“ im Erfurter MfS-Gefängnis haben wir eine Vorstellung davon, was Sie hier leisten. 6.4.2006

Es ist unfassbar, menschenverachtend und einfach nur schrecklich was hier passiert ist…Diese Ausstellung bringt die Zeit sehr nah! 30.7.2006

…Wir sind Memorial dankbar für die ernsthaften Bemühungen, die sie unternehmen, um die schrecklichen Leiden des russischen Volkes aufzudecken und Licht in unsere Vergangenheit zu bringen …Ich danke dem Herrn dafür, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, die Sühne des deutschen Volkes zu sehen, die sich sowohl in materieller Hilfe für alle, die unter ihm gelitten haben, ausdrückt, als auch in der Ausrottung jeglicher historischen Ungerechtigkeit. Besonders bewegt mich der Mut, die Exaktheit und Organisation, die dieses talentvolle Volk bei der Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit zeigt, ungeachtet des eigenen Schmerzes und der eigenen Erniedrigung. (übersetzt aus dem Russischen) Oktober 2006



nach links nach rechts